Als dieses Bild 2009 aufgenommen wurde, waren meine Kinder neun und fünf Jahre alt. Ich arbeitete als Führungskraft im Management eines IT-Unternehmens und war deutschlandweit unterwegs. Die Arbeit war zwar anstrengend, aber unser Business lief gut. Man könnte sagen: „Wir waren erfolgreich.“
Die Zeiten, in denen ich meine Kinder am meisten sah, beschränkten sich auf unsere gemeinsamen Urlaube. Im Jahr 2012 habe ich meine Führungsposition an den Nagel gehängt. Unter anderem auch, weil ich den Eindruck hatte, dass ich zunehmend Gast und nicht mehr Mitglied meiner eigenen Familie war. Ich wollte wieder eine Rolle im Leben meiner Kinder spielen und nicht „nur“ für die Beschaffung der Finanzen zuständig sein.
Das größte Kompliment für Eltern ist vermutlich, wenn ihre Kinder sie zu ihren Beratern machen, nachdem sie begonnen haben, ihr eigenes Leben aufzubauen. Das dürfen wir heute erleben. Und ich bereue keinen einzigen Euro, den ich nach meiner beruflichen Veränderung weniger verdient habe. Denn ich durfte zwei unbeschreiblich wertvolle Menschen zurückgewinnen.
Bild & Text

Wie definiert sich Erfolg,
wenn wir weiterdenken als eine Generation?
Eine Alternative zu Geld oder Macht
wären die leuchtenden Augen der Kinder,
deren Eltern ihnen das wohl knappste Gut
unserer Gesellschaft geschenkt haben: Zeit.
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