2024 013 Gefaltete Hände

Geschichte zum Bild

Die Geschichte dieses Bildes ist schnell erzählt. Ein Tisch im Wohnzimmer, ein Stativ, ein Handy mit dem sich die Kamera steuern lässt und ein „Selbstportrait“ der eigenen Hände in Ermangelung eines geeigneten Bildes. Fertig ist die Aufnahme.

Es gibt unzählige Formen und Haltungen des Gebets. Das falten der Hände ist dabei eine eher „junge“ Form. Sie geht zurück auf die Zeit zwischen 400 bis 600 nach Christus, in der die Germanen den christlichen Glauben übernahmen. Ursprünglich war es eine Geste der Unterwerfung. Traditionell falteten die Germanen die Hände um Ihr Schwert und legten dann beides – ihre Hände und das so umschlossene Schwert – in die Hände ihres Lehnsherren. Damit schworen sie ihrem Herren die Treue im Kampf.

Die Hände der germanischen Christen, umschlossen kein Schwert mehr während ihres Gebets. Ihre Hände blieben leer. Als würden Sie ihre Waffe einem anderen in die Hände legen der für sie streitet.

Mir gefällt diese Symbolik in zweierlei Hinsicht. Zum einen erinnert Sie mich mich bei jedem Gebet daran, dass es letztlich nicht von meiner Kraft und meinem Geschick abhängt was geschieht, sondern von Gottes Gnade und Allmacht. Und zum zweiten lässt sie mich nicht vergessen, wem ich in meinem Leben die treue halten will.

Bild & Text

Gefaltete Hände
arbeiten nicht,
kämpfen nicht,
halten nicht.
Sie fesseln sich selbst,
im Vertrauen darauf,
dass ein Anderer für sie handelt.

Daten zum Bild


Bildnummer: Lyrimage_200814_Weissach_00033-2-Verbessert-RR
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