Im Nebel verlieren wir die Übersicht. Erkennen nur noch schemenhaft und unvermittelt, was als Nächstes kommt, und verlieren das, was hinter uns liegt, aus dem Blick. Mitten im Nebel zu stehen, mitten im Übergang zwischen Alt und Neu, macht manchen Menschen Angst und kann sie an den Rand der Verzweiflung treiben.
Es gibt aber auch die, die das Alte mit Zuversicht zurücklassen. Weil sie glauben, dass aus dem Verlust des Vergangenen etwas Neues, ja sogar Besseres hervorgehen kann.
Kann man das lernen? Ich glaube ja. Allerdings nicht dadurch, dass man darüber liest, um seinen Verstand davon zu überzeugen, dass eine solche Einstellung von Vorteil wäre. Vertrauen zu lernen kann ein hartes Training sein. Ein Training, in dem vor allem die Erfahrung entscheidend ist, dass auf eine schlechte Situation wieder eine gute folgt. Dafür braucht es jedoch eben zunächst die schlechte Erfahrung. Die wiederum wünscht sich in der Regel niemand. Gott mutet sie uns trotzdem zu. Und nicht nur das. Er mutet sie uns nach seinem Zeitplan zu und stellt damit auch noch unsere Geduld auf die Probe. Aber mit jedem Augenblick, in dem uns Gott im Nebel der Unwägbarkeiten die nächste Wegemarkierung setzt, lernen wir Schritt für Schritt mehr Vertrauen und gleichzeitig auch Gelassenheit. Egal wie dicht der Nebel ist. Und wenn uns Gott dann aus dem Nebel in neue, weite Landschaften führt, kommen wir dort als Menschen an, die vertrauensvoller, gelassener und ruhiger geworden sind.
„Auch wenn es durch dunkle Täler geht, fürchte ich kein Unglück, denn du, HERR, bist bei mir. Dein Hirtenstab gibt mir Schutz und Trost.“ (Die Bibel – Psalm 23,4)
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Gesegnet ist der Mensch,
der nicht an dem verzweifelt, was er verliert,
weil er danach sucht,
was er durch seinen Verlust zu gewinnen vermag.



