2024 003 Kind am Strand

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Unser Sohn stand in Dänemark am Meer. Ich weiß nicht, wie lange ich ihn beobachtete und wie lange er einfach so dastand und auf´s Meer hinaus sah. Als würde er träumen – von dem Land „dahinter“. Einer anderen, neuen Welt. Was er wirklich gedacht hat? Ich weiß es bis heute nicht.

Aber diese Szene war für mich ein Synonym für Sehnsucht auf der einen und Beschränkung auf der anderen Seite. Die meisten von uns können eben nicht über´s Wasser gehen. Aber einige von uns – die sich mit Grenzen nicht abfinden wollten – haben gelernt Boots zu bauen. Und irgendwann Schiffe. So fiel eine Grenze um die andere und wir entdeckten neue Länder und Kontinente.

Was wir in Bezug auf Technologie schaffen können, mag uns auch bei der Umwelt und beim Sozialen gelingen. Was wir brauchen um anzufangen ist nicht mehr als Sehnsucht, Zeit und Kreativität. Grenzen fallen zu allererst in unseren Köpfen.

Bild & Text

Denk darüber hinaus!
Von jeher haben Grenzen Menschen Träume geschenkt.
Manche von ihnen so mächtig, dass sie die Welt verändert haben.

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Bildnummer: Lyrimage_170901_Dänemark_00152
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2023 001 Mann im Meer

Geschichte zum Bild

Dieser Mann stand zwischen den Booten im „Hafen“ eine ganze weile scheinbar unentschlossen im Wasser, während ich etwas wackelig auf der Mauer einer Burg herumbalancierte, um auf den Hafen herunter fotografieren zu können. In diesem Fall war die vermeintliche Unentschlossenheit dieses Mannes mein Glück. Wäre er schneller wieder von der Bildfläche verschwunden, wären die Boote heute alleine auf der Aufnahme. Auch wenn dies mit Sicherheit nicht der Fall war, wirkte die Szenerie auf mich ein wenig, als ob ein Fischer, der mehrere Boote sein eigen nannte, sich nicht entscheiden konnte, mit welchem Boot er heute hinaus fahren sollte. So entstand auch der Text zum Bild.

Wie oft können wir uns in der heutigen Zeit nicht zwischen den vielfältigen Optionen entscheiden, die uns unsere Welt bietet. Vielleicht, weil wir Sorge haben uns falsch zu entscheiden? Oder weil wir auf jeden Fall die beste Entscheidung treffen wollen? Wir überlegen und wir warten. Und wir versäumen dabei vom Denken auch ins Tun zu kommen. Dabei wurde uns Menschen ein so hohes Maß an Kreativität und Flexibilität in die Wiege gelegt, dass wir oft vermögen, selbst falsche Entscheidungen noch in gute Ergebnisse zu verwandeln.

Der Schlüssel, um uns weiter zu entwickeln, liegt manchmal nicht in perfekten Entscheidungen, sondern in mutigen Entschlüssen.

Bild & Text

Stillstand ist bisweilen das Ergebnis zu vieler Optionen.
Sie lähmen unsere Entscheidungsfähigkeit und
rauben unsere Kreativität.
In solchen Situationen wäre Mangel eine Chance
und vielleicht sogar ein Segen.

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Bildnummer: Lyrimage_171029_Spanien_00089
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