2024 028 Getriebe

Geschichte zum Bild

In der Stadt Trondheim in Norwegen gibt es viele Betriebe, die Technologien bauen, welche in Zusammenarbeit mit den Forschungsgemeinschaften der technischen Universität entwickelt wurden. Ob dieses alte Getriebe, das mitten in der Stadt herumstand dazu gehörte, weiß ich nicht. Aber auch diese „Maschine“ ist ein Sinnbild für menschlichen Fortschritt.

Alle Bedenken gegenüber technischem Fortschritt, sollten nicht dazu führen, dass wir ihn kategorisch ablehnen. Wir haben durch ihn viel erreicht und man darf nie vergessen: Wir haben das Potential, diesen Planeten zu retten. Wir haben die Fähigkeiten diese Schöpfung zu bewahren und zu bebauen gerade durch unsere Weiterentwicklung. Wir sind weder zu Dumm noch zu unfähig.

In der Bibel findet man den Satz: Dann sagte Gott: »Jetzt wollen wir den Menschen machen, unser Ebenbild, das uns ähnlich ist. Er soll über die ganze Erde verfügen: über die Tiere im Meer, am Himmel und auf der Erde.« (1. Mose 1, 26). Was für ein Potential, dass wir als Menschheit mit auf den Weg bekommen haben. Ein Ebenbild Gottes, ihm ähnlich. Das bedeutet auch, dass wir all die Kreativität, die Gott schon am Anfang der Schöpfung bewiesen hat, ebenfalls in die Wiege gelegt bekommen haben. Und wir SOLLEN sie nutzen. Es ist unser Auftrag kreativ zu sein. Es ist eine unserer Bestimmungen zu forschen und uns weiter zu entwickeln, denn wir sollen Gottes Schöpfung „bearbeiten und sie bewahren (1. Mose 2,15).“ Dazu brauchen wir Kreativität und Fortschritt bei einer wachsenden Weltbevölkerung. Die Frage ist, was uns antreibt? Denn unser Antrieb bestimmt letztlich über die Art unserer Weiterentwicklung.

Was sind unsere Beweggründe?

Bild & Text

Hätten all die Erfinder in der Geschichte der Menschheit auf ihre Kritiker gehört,
würden wir heute noch auf Bäumen übernachten.

Daten zum Bild


Bildnummer: Lyrimage_180822_Norwegen_2018_00038
Schlagwörter :

2024 003 Kind am Strand

Geschichte zum Bild

Unser Sohn stand in Dänemark am Meer. Ich weiß nicht, wie lange ich ihn beobachtete und wie lange er einfach so dastand und auf die See hinaussah. Als würde er träumen – von dem Land „dahinter“. Einer anderen, neuen Welt. Was er wirklich gedacht hat? Ich weiß es bis heute nicht.

Aber diese Szene war für mich ein Synonym für Sehnsucht auf der einen und Beschränkung auf der anderen Seite. Die Meisten von uns können eben nicht über das Wasser gehen. Aber einige von uns – die sich nicht mit Grenzen abfinden wollten – haben gelernt, Boote zu bauen. Und irgendwann Schiffe. So fiel eine Grenze um die andere und wir entdeckten neue Länder und Kontinente.

Was wir in Bezug auf Technologie schaffen können, mag uns auch bei der Umwelt und beim Sozialen gelingen. Was wir brauchen, um anzufangen, ist nicht mehr als Sehnsucht, Zeit und Kreativität. Grenzen fallen zuallererst in unseren Köpfen.

Bild & Text

Denk darüber hinaus!
Von jeher haben Grenzen Menschen Träume geschenkt.
Manche von ihnen so mächtig, dass sie die Welt verändert haben.

Daten zum Bild


Bildnummer: Lyrimage_170901_Dänemark_00152
Schlagwörter :

2023 001 Mann im Meer

Geschichte zum Bild

Ich möchte Dir Pedro vorstellen. Pedro war ein spanischer Fischer, der sein Handwerk ganz hervorragend verstand. Immer wenn er auf das Meer hinausfuhr, kam er mit viel mehr Fischen zurück, als er für sich, seine Frau und seine beiden Kinder gebraucht hätte. So konnte er den Rest des Fangs verkaufen und sich einen gewissen Wohlstand aufbauen. Am meisten am Beruf des Fischers gefiel ihm das Unterwegssein mit einem Boot. Und so kam es, dass er sich über die Jahre immer mal wieder ein neues Fischerboot kaufte, ohne jedoch sein bisheriges, liebgewonnenes, altes zu verkaufen. Er gelangte in die komfortable Lage, jeden Morgen aufs Neue entscheiden zu dürfen, mit welchem Boot er denn heute auf Fischfang gehen würde.

Eines Morgens nun, es war im Spätsommer, ging er, wie jeden Tag, zum Hafen, stapfte ins Meer und überlegte, welches seiner Boote heute wohl angemessen wäre. Und als er so dastand, geschah etwas, was ihm bis zu diesem Tag noch nie passiert war. Er konnte sich nicht entscheiden. Er nannte zwischenzeitlich so viele Boote sein Eigen, dass er, ob der großen Auswahl, nicht im Stande war, eine Wahl zu treffen. Und so stand er da und dachte nach und stand da und dachte nach und stand da und dachte nach, bis es Abend wurde, die Sonne untergegangen war und der Mond das Meer in silbernes Licht tauchte. Zu spät, um zu fischen. Das war das erste Mal, dass der Fischer Pedro ohne einen einzigen Fisch zurückkehrte. Zu reich an Möglichkeiten, um sich zu entscheiden.

Natürlich ist diese Geschichte frei erfunden. Aber vielleicht ertappst Du Dich ja auch ab und an dabei, dass Du vor lauter Ehrgeiz, das Beste zu finden, das Gute verpasst.

Nun aber zur wahren Geschichte des Bildes…

Dieser Mann stand zwischen den Booten im „Hafen“ eine ganze Weile scheinbar unentschlossen im Wasser, während ich etwas wackelig auf der Mauer einer Burg herumbalancierte, um auf den Hafen herunter fotografieren zu können. In diesem Fall war die vermeintliche Unentschlossenheit des Mannes mein Glück. Wäre er schneller wieder von der Bildfläche verschwunden, wären die Boote heute allein auf der Aufnahme. Auch wenn dies mit Sicherheit nicht der Fall war, wirkte die Szenerie auf mich ein wenig, als ob ein Fischer, der mehrere Boote sein Eigen nannte, sich nicht entscheiden konnte, mit welchem Boot er heute hinausfahren sollte. So entstand auch der Text und die Geschichte zum Bild.

Wie oft können wir uns in der heutigen Zeit nicht zwischen den vielfältigen Optionen entscheiden, die uns unsere Welt bietet. Vielleicht, weil wir Sorge haben, uns falsch zu entscheiden? Oder weil wir auf jeden Fall die beste Entscheidung treffen wollen? Wir überlegen und wir warten. Und wir versäumen dabei, vom Denken auch ins Tun zu kommen. Dabei wurde uns Menschen ein so hohes Maß an Kreativität und Flexibilität in die Wiege gelegt, dass wir es oft vermögen, selbst falsch getroffene Entscheidungen noch in gute Ergebnisse zu verwandeln.

Der Schlüssel, um uns weiterzuentwickeln, liegt manchmal nicht in perfekten Entscheidungen, sondern in mutigen Entschlüssen.

Bild & Text

Stillstand ist bisweilen das Ergebnis zu vieler Optionen.
Sie lähmen unsere Entscheidungsfähigkeit und
rauben unsere Kreativität.
In solchen Situationen wäre Mangel eine Chance
und vielleicht sogar ein Segen.

Daten zum Bild


Bildnummer: Lyrimage_171029_Spanien_00089
Schlagwörter :